Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen AGB
für alle Vertragsschlüsse über den Online-Shop und das Kundenportal unter
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betrieben von
SN+ GmbH Dortmunder Str. 2 04357 Leipzig E-Mail: fhccbeg@fa-cyhf.qr Telefon: 0341 90976107
nachfolgend: „Anbieter"
Stand: 01.08.2026
1. Geltungsbereich und Begriffe
1.1 Diese AGB gelten für alle Verträge über Hosting-, Server-, Domain-, E-Mail- und sonstige Internetdienstleistungen sowie über den Erwerb sonstiger Waren und Leistungen (nachfolgend gemeinsam „Leistungen"), die über den Online-Shop oder das Kundenportal des Anbieters geschlossen werden, in ihrer zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung.
1.2 Ergänzend gelten die jeweiligen Besonderen Vertragsbedingungen (BVB) und Leistungsbeschreibungen des Anbieters für einzelne Produktgruppen. Bei Widersprüchen gehen die BVB diesen AGB vor.
1.3 Diese AGB gelten ausschließlich. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu.
1.4 Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).
2. Vertragsschluss
2.1 Die Darstellung der Leistungen im Online-Shop und im Kundenportal stellt kein bindendes Angebot des Anbieters dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben.
2.2 Der Kunde gibt durch das Absenden der Bestellung über das Online-Bestellformular ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die ausgewählten Leistungen ab. Vor Absenden der Bestellung kann der Kunde seine Eingaben jederzeit über die üblichen Eingabefunktionen einsehen und korrigieren; alle Eingaben werden vor der verbindlichen Abgabe der Bestellung nochmals in einer Übersicht angezeigt.
2.3 Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Angebot des Kunden annimmt. Die Annahme erfolgt durch Auftragsbestätigung in Textform (z. B. per E-Mail), durch Bereitstellung der bestellten Leistung (z. B. Freischaltung des Hostings, Registrierung der Domain) oder durch Zahlungsaufforderung; maßgeblich ist der Zeitpunkt, zu dem eine dieser Alternativen erstmals eintritt. Eine automatisch versandte Bestelleingangsbestätigung stellt noch keine Annahme dar.
2.4 Der Anbieter behält sich vor, die Annahme einer Bestellung abzulehnen, etwa nach Prüfung der Bonität des Kunden oder bei Nichtverfügbarkeit einer Domain. Bei Domainregistrierungen kommt der Vertrag über die jeweilige Domain erst mit erfolgreicher Registrierung bei der zuständigen Vergabestelle zustande.
2.5 Der Anbieter speichert den Vertragstext und übermittelt dem Kunden die Bestelldaten in Textform. Nach Vertragsschluss kann der Kunde seine Bestellungen und Vertragsdaten im Kundenportal einsehen.
2.6 Der Kunde kann Leistungen auch individuell per E-Mail anfragen. In diesem Fall unterbreitet der Anbieter ein gesondertes Angebot in Textform; der Vertrag kommt mit dessen Annahme durch den Kunden zustande.
2.7 Für den Vertragsschluss steht die Sprache Deutsch zur Verfügung.
3. Widerrufsrecht für Verbraucher
3.1 Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Details ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die jedem Verbraucher spätestens unmittelbar vor Vertragsschluss zur Verfügung gestellt wird.
3.2 Verlangt der Verbraucher bei Dienstleistungen ausdrücklich, dass der Anbieter mit der Ausführung der Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt (z. B. sofortige Bereitstellung eines Hostings), schuldet er im Fall des Widerrufs Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachten Leistungen. Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts bestätigt hat.
3.3 Bei der Registrierung von Domains weist der Anbieter darauf hin, dass die Registrierung auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden unmittelbar nach Vertragsschluss ausgeführt wird; mit vollständiger Registrierung erlischt das Widerrufsrecht gemäß Ziffer 3.2.
4. Leistungsumfang, Verfügbarkeit
4.1 Der konkrete Umfang der geschuldeten Leistungen ergibt sich aus der jeweiligen Produkt- und Leistungsbeschreibung im Online-Shop zum Zeitpunkt der Bestellung sowie aus den BVB.
4.2 Der Anbieter schuldet eine Verfügbarkeit der von ihm betriebenen Systeme von 99,9 % im Jahresmittel, soweit in den BVB oder der Leistungsbeschreibung nichts Abweichendes geregelt ist. Einzelheiten zu Wartungsfenstern und Reaktionszeiten regeln die BVB. Nicht als Ausfallzeiten gelten Zeiten der Nichtverfügbarkeit aufgrund geplanter Wartungsarbeiten (die der Anbieter rechtzeitig ankündigt und soweit möglich in nutzungsarme Zeiten legt), Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters (insbesondere Störungen des Internets, höhere Gewalt, DDoS-Angriffe Dritter trotz angemessener Schutzmaßnahmen) sowie Unterbrechungen aufgrund einer berechtigten Sperrung nach Ziffer 7.
4.3 Der Anbieter ist berechtigt, Leistungen durch sorgfältig ausgewählte Unterauftragnehmer (z. B. Rechenzentren, Registrare, Zertifizierungsstellen, Zahlungsdienstleister) zu erbringen. Er bleibt für die vertragsgemäße Leistungserbringung verantwortlich.
4.4 Der Anbieter ist berechtigt, die eingesetzte Hard- und Software sowie technische Parameter zu ändern (z. B. IP-Adressen, Serverstandorte innerhalb Deutschlands, Softwareversionen), soweit die vertraglich geschuldete Leistung dadurch nicht eingeschränkt wird und die Änderung dem Kunden zumutbar ist.
5. Pflichten des Kunden
5.1 Der Kunde stellt sicher, dass seine bei der Bestellung und im Kundenportal hinterlegten Daten (insbesondere Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Zahlungsdaten und bei Domains die Inhaberdaten) vollständig und richtig sind, und hält sie aktuell.
5.2 Der Kunde hat Zugangsdaten und Passwörter geheim zu halten, sicher aufzubewahren und bei Verdacht auf Kenntnisnahme durch Dritte unverzüglich zu ändern. Handlungen, die unter Verwendung der Zugangsdaten des Kunden vorgenommen werden, muss sich der Kunde zurechnen lassen, soweit er die Kenntniserlangung durch Dritte zu vertreten hat.
5.3 Der Kunde verpflichtet sich, über die Systeme des Anbieters keine rechtswidrigen Inhalte zu speichern oder zu verbreiten. Untersagt sind insbesondere Inhalte, die gegen straf-, urheber-, marken-, wettbewerbs- oder datenschutzrechtliche Bestimmungen oder Persönlichkeitsrechte Dritter verstoßen, sowie der Versand unverlangter Werbung (Spam), Phishing, das Betreiben von Schadsoftware und Angriffe auf fremde Systeme.
5.4 Der Kunde gestaltet seine Anwendungen so, dass eine übermäßige Belastung der Systeme des Anbieters (z. B. durch fehlerhafte Skripte oder eine erhebliche Überschreitung der in der Leistungsbeschreibung vorgesehenen Ressourcen) vermieden wird. Die Einzelheiten regeln die BVB.
5.5 Der Kunde ist für die Einhaltung der ihn treffenden gesetzlichen Pflichten in Bezug auf seine Inhalte und Angebote selbst verantwortlich, insbesondere für die Anbieterkennzeichnung nach § 5 DDG, die Datenschutzerklärung, Verbraucherinformationen und die Rechtmäßigkeit der von ihm verarbeiteten Daten.
5.6 Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter einschließlich der Kosten einer angemessenen Rechtsverteidigung frei, die gegen den Anbieter aufgrund schuldhafter Verstöße des Kunden gegen diese AGB oder gegen gesetzliche Pflichten geltend gemacht werden.
6. Datensicherung
6.1 Soweit in der Leistungsbeschreibung Backups durch den Anbieter vorgesehen sind, dienen diese der Wiederherstellung der Systeme des Anbieters. Umfang und Aufbewahrungsdauer ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung bzw. den BVB.
6.2 Unabhängig davon ist der Kunde verpflichtet, von allen Daten, die er auf Systemen des Anbieters speichert, regelmäßig eigene Sicherungskopien auf eigenen, von den Systemen des Anbieters getrennten Speichermedien anzufertigen, soweit ihm dies möglich und zumutbar ist.
7. Sperrung
7.1 Der Anbieter ist berechtigt, den Zugriff auf einzelne Inhalte oder die betroffene Leistung vorübergehend zu sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Kunde gegen Ziffer 5.3 oder 5.4 verstößt, wenn die Sperrung zur Abwehr von Gefahren für die Infrastruktur des Anbieters oder Dritter erforderlich ist oder wenn der Anbieter durch eine Behörde oder ein Gericht dazu verpflichtet wird.
7.2 Die Sperrung ist, soweit technisch möglich und zumutbar, auf die betroffenen Inhalte zu beschränken. Der Kunde wird über die Sperrung unter Angabe der Gründe unverzüglich informiert und aufgefordert, den Verstoß zu beseitigen. Die Sperrung wird aufgehoben, sobald der Grund entfallen ist. Der Vergütungsanspruch des Anbieters bleibt von einer berechtigten Sperrung unberührt.
7.3 Bei Zahlungsverzug des Kunden ist der Anbieter nach vorheriger Ankündigung mit angemessener Frist berechtigt, die Leistungen zu sperren, sofern der Rückstand in einem angemessenen Verhältnis zur Bedeutung der Sperrung steht. Gesetzliche Zurückbehaltungsrechte bleiben unberührt.
8. Preise, Zahlung, Verzug
8.1 Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung im Online-Shop bzw. Kundenportal ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit nicht ausdrücklich als Nettopreise gekennzeichnet.
8.2 Nutzungsunabhängige Entgelte (z. B. monatliche oder jährliche Grundentgelte) sind für den jeweiligen Abrechnungszeitraum im Voraus fällig, nutzungsabhängige Entgelte mit Rechnungsstellung. Der erste Abrechnungszeitraum beginnt mit der Bereitstellung der Leistung. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt (per E-Mail oder im Kundenportal).
8.3 Über die verfügbaren Zahlungsarten wird der Kunde im Bestellprozess informiert. Es gelten ergänzend folgende Regelungen:
a) SEPA-Lastschrift: Die Zahlung ist mit Rechnungsstellung fällig. Der Kunde wird vor der Abbuchung über Zeitpunkt und Betrag informiert (Pre-Notification); die Frist für die Vorabinformation wird auf einen Tag verkürzt. Der Kunde hat für ausreichende Deckung zu sorgen. Kommt es aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat (insbesondere mangelnde Deckung oder falsche Bankverbindung), zu einer Rücklastschrift, kann der Anbieter die ihm von seiner Bank tatsächlich berechneten Rücklastschriftentgelte als Schadensersatz verlangen (Nachweis auf Verlangen). Dem Kunden bleibt der Nachweis gestattet, dass kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.
b) Kredit- oder Debitkarte: Die Belastung erfolgt mit Rechnungsstellung bzw. bei Bestellung.
c) PayPal: Die Zahlungsabwicklung erfolgt über PayPal (Europe) S.à r.l. et Cie, S.C.A., 22-24 Boulevard Royal, L-2449 Luxembourg, nach Maßgabe der PayPal-Nutzungsbedingungen.
d) Weitere im Bestellprozess angebotene Zahlungsarten (z. B. Apple Pay, Google Pay) werden über den jeweils genannten Zahlungsdienstleister abgewickelt; die Zahlung ist sofort fällig.
e) Erfolgt eine Rückbelastung durch einen Zahlungsdienstleister (z. B. Kreditkarten-Chargeback, PayPal-Rückbuchung) aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, gilt Buchstabe a) Satz 4 und 5 entsprechend; an die Stelle der Bankentgelte treten die vom Zahlungsdienstleister tatsächlich berechneten Rückbelastungsentgelte.
8.4 Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen (§§ 286 ff. BGB). Das Recht zur Sperrung nach Ziffer 7.3 und zur außerordentlichen Kündigung nach Ziffer 9.5 bleibt unberührt.
8.5 Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte stehen dem Kunden nur zu, soweit sie auf demselben Vertragsverhältnis beruhen.
9. Vertragslaufzeit, Kündigung
9.1 Die Vertragslaufzeit und die Abrechnungszeiträume ergeben sich aus der jeweiligen Produktbeschreibung bei Bestellung (z. B. 1 Monat oder 12 Monate Mindestlaufzeit).
9.2 Verträge mit Mindestlaufzeit verlängern sich nach deren Ablauf auf unbestimmte Zeit und können danach jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden, soweit in der Produktbeschreibung keine für den Kunden günstigere Regelung vorgesehen ist. Verträge ohne Mindestlaufzeit können jederzeit zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden.
9.3 Für Domainregistrierungen gelten ergänzend die Regelungen der BVB, insbesondere zu Registrierungszeiträumen und zur Behandlung der Domain nach Vertragsende.
9.4 Die Kündigung bedarf der Textform (z. B. E-Mail oder Kündigung über das Kundenportal). Verbraucher können Verträge zudem über die Kündigungsschaltfläche auf der Website des Anbieters kündigen.
9.5 Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde mit der Zahlung der Entgelte in nicht unerheblichem Umfang in Verzug ist oder trotz Abmahnung schwerwiegend gegen Ziffer 5.3 verstößt.
9.6 Nach Vertragsende ist der Anbieter berechtigt, die auf den Systemen gespeicherten Daten des Kunden zu sperren und frühestens vier Wochen nach Vertragsende endgültig zu löschen. Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, seine Daten vor Vertragsende zu sichern; auf Wunsch unterstützt der Anbieter den Kunden im Rahmen des Zumutbaren beim Export. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten des Anbieters bleiben unberührt.
9.7 Endet der Vertrag vor Ablauf eines bereits bezahlten Abrechnungszeitraums, werden nicht verbrauchte Entgelte dem Kunden anteilig erstattet, soweit die vorzeitige Beendigung nicht auf einer vom Kunden zu vertretenden außerordentlichen Kündigung des Anbieters beruht. Bereits an Vergabestellen oder Registrare abgeführte Domainentgelte werden nur erstattet, soweit der Anbieter sie seinerseits erstattet erhält.
10. Preisanpassung
10.1 Der Anbieter ist berechtigt, die Entgelte für Leistungen mit wiederkehrender Vergütung nach billigem Ermessen (§ 315 BGB) anzupassen, soweit sich die für die Preisbildung maßgeblichen Kosten (insbesondere Kosten für Rechenzentrumsleistungen, Energie, Netzanbindung, Lizenzgebühren, Registry- und Registrargebühren, Personal) nach Vertragsschluss verändern. Kostensenkungen sind dabei in gleichem Umfang zu berücksichtigen wie Kostensteigerungen.
10.2 Preisanpassungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Erhöht sich das Entgelt, kann der Kunde den betroffenen Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen; hierauf wird der Kunde in der Ankündigung hingewiesen.
10.3 Bei Änderung der gesetzlichen Umsatzsteuer ist der Anbieter berechtigt, die Bruttopreise ab dem Zeitpunkt und in Höhe der Änderung anzupassen.
11. Änderungen der AGB und BVB
11.1 Der Anbieter kann diese AGB und die BVB mit Wirkung für bestehende Verträge anpassen, soweit dies erforderlich ist, um nachträglich entstandene Regelungslücken zu schließen oder auf Änderungen der Rechtslage oder Rechtsprechung zu reagieren, und die Anpassung das vertragliche Gleichgewicht zwischen den Parteien nicht wesentlich verändert. Wesentliche Leistungspflichten und die Vergütung werden über diese Klausel nicht geändert.
11.2 Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der in der Mitteilung genannten Frist von mindestens vier Wochen, gelten die Änderungen als genehmigt; auf diese Rechtsfolge und das Widerspruchsrecht wird der Kunde in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen. Widerspricht der Kunde, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; der Anbieter kann den Vertrag in diesem Fall ordentlich kündigen.
12. Gewährleistung
Es gelten die gesetzlichen Vorschriften über die Mängelhaftung, bei Verbraucherverträgen über digitale Produkte insbesondere die §§ 327 ff. BGB einschließlich der Pflicht zur Bereitstellung von Aktualisierungen, soweit anwendbar.
13. Haftung
13.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt:
- für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen;
- für sonstige Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen;
- aufgrund eines Garantieversprechens, soweit diesbezüglich nichts anderes geregelt ist;
- aufgrund zwingender gesetzlicher Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz.
13.2 Verletzt der Anbieter fahrlässig eine wesentliche Vertragspflicht, ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, sofern nicht nach Ziffer 13.1 unbeschränkt gehaftet wird. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
13.3 Bei Verlust von Daten haftet der Anbieter im Rahmen der vorstehenden Absätze nur für den Aufwand, der für die Wiederherstellung der Daten bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden erforderlich gewesen wäre.
13.4 Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters sowie seiner Erfüllungsgehilfen und gesetzlichen Vertreter ausgeschlossen.
14. Datenschutz, Auftragsverarbeitung
14.1 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden im Einklang mit den gesetzlichen Datenschutzvorschriften. Näheres regelt die Datenschutzerklärung des Anbieters.
14.2 Soweit der Kunde im Rahmen der Nutzung der Leistungen personenbezogene Daten verarbeitet, für die er Verantwortlicher im Sinne der DSGVO ist (z. B. Daten von Websitebesuchern oder E-Mail-Kommunikation), erbringt der Anbieter seine Leistungen als Auftragsverarbeiter. Die Parteien schließen hierzu einen Vertrag über die Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO; dieser wird dem Kunden im Kundenportal zum Abschluss bereitgestellt.
15. Schlussbestimmungen
15.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit diese Rechtswahl nicht dazu führt, dass einem Verbraucher mit gewöhnlichem Aufenthalt in der EU der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts seines Aufenthaltsstaates entzogen wird.
15.2 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Dies gilt auch, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland oder der EU hat.
15.3 Ist der Kunde Unternehmer, darf der Anbieter ihn unter Nennung von Name und Logo als Referenzkunden benennen. Der Kunde kann dieser Nutzung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen.
15.4 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
16. Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG) teilzunehmen.